Die erfolgreichsten (Signale 1971-6)

Starke Konkurrenz stellte sich zur Fahrzeugabnahme

Waren abermals die Eisenacher Automobile In einem besonders aufschlußgebenden Wettbewerb WARTBURG-SIEGE ZUR XIV. INT. RALLYE WARTBURG

Seit 1955 gehört die Rallye Wartburg zu den ausgewogensten und anspruchsvollsten Prüfun­gen im europäischen Tourenwagensport.

Gegen starke internationale Konkurrenz errangen 1971 hie Fahrerpaare auf WARTBURG 353 den Gesamtsieg, zwei Klassensiege sowie die Siege bei den Fabrik- und Nationalmannschaften.+

Die „XIV." enthielt als umfassender Touren­wagen-Test innerhalb einer Sollzeiten-Langstreckenfahrt über 1487 km in drei Schleifen zwei 5-Runden-Hochgeschwindigkeitsprüfungen auf der Schleizer Dreieck-Rennstrecke und acht Bestzeit-Sprintprüfungen im Thüringer Wald und im Harz.

 

Am Start dieser Rallye Wartburg, dem End­und Stichlauf zur DDR-Meisterschaft 1971 sowie um den „Pokal der sozialistischen Länder", standen neben dem DDR-Aufgebot erstklassige Vertretungen aus der UdSSR, Bulgarien, der CSSR, Polen, Ungarn sowie aus Dänemark. An prominenten Konkurrenzfabrikaten fuhren ausländische Piloten solche Modelle wie Datsun 1200, Fiat 125 p, Mercedes-Benz 250 SE, Moskwitsch 412, Opel Rallye-Kadett, Renault Gordini, und hochfavorisiert waren Skoda-Werkswagen in Gruppe-2-Zurichtung mit etwa 100 PS Leistung.

 

Von 110 gestarteten Teilnehmern erreichten 64 das Ziel in Wertung.

 

Den Gesamtsieg errangen Hommel/Bork von der AWE-Sportabteilung auf WARTBURG 353 vor ihren „Stallgefährten" Culmbacher/Ernst und Strehlow/Malsch. Als bestes DDR-Club-fahrerpaar und maßgeblich beteiligt am Nationalmannschaftssieg plazierten sich Hellmann/Schlenstedt auf WARTBURG 353 an 6. Stelle im Gesamtklassement.

Zum 10. Male seit 1955 steht somit die Marke WARTBURG in der Gesamtsiegerliste der Int. Rallye Wartburg!

Zuvor bekannte Streckenführung nach metergenauem Bordbuch und weidlich ausgenutzte Trainingsmöglichkeiten schlossen irgendwelche fahrerischen Handicaps aus. Andersherum ließ sich durchaus von sogenanntem Heimvorteil sprechen: Wo minutiöse Pünktlichkeit und absolute Zuverlässigkeit über Langstreckendistanz, ausgezeichnete Fahreigenschaften auf kurvenreichen Mittelgebirgsstraßen und das Leistungsvermögen bei Tempowertungen entscheiden — in solcher demonstrativen Universalprüfung war eben der WARTBURG 353 am er­folgreichsten.

Übrigens fuhren die Gesamtsieger einen WARTBURG 353 der Gruppe 1, also „unfri­siert" und fast wie jeder „Normalwagen" aus der Eisenacher Serie.