Im Ausland... (Signale 1972-6)

Wartburg 353 1972 bei der Rallye 1000 Seen (FIN)

...SPORTERFOLGE

Nach der Rallye DDR im Frühjahr traf sich die kontinentale Rallyesportelite zu drei wei­teren Europameisterschaftsläufen in sozialisti­schen Staaten. Bei diesen Einsätzen erzielten die Fahrer der Sportabteilung des VEB Automobilwerk Eisenach und Clubfahrer auf WARTBURG 353 erneut ausgezeichnete Er­gebnisse.

So gab es bei der 2050 km langen Rallye Slatni Piassatzi, dem ersten EM-Lauf in der VR Bulgarien, im Härtegrad durch die relativ hohe Ausfallquote 52 von 75 charakterisiert, gleich einen Vierfach-Erfolg in der 1150-cm3-Serien­tourenwagenklasse. Hier belegten das AWE­Team Culmbacher/Ernst als Sieger in der Gruppe 1 den Klassensieg sowie Sparwald/Karsten und Beyer/Schramm als Clubfahrer und die zweite Eisenacher Werksequipe Ur­ban/Malsch die nächsten Plätze.

Wartburg 353 bei der 6. Jugoslawien-Rallye 1972Ebenfalls den Klassensieg bei den Serientourenwagen errangen eine Woche später wiederum Culmbacher/Ernst, die zusammen mit zwei Trabant-Besatzungen auch den Sieg in der Wertung der Nationalmannschaften für die DDR erkämpften, in der harten Rallye Vltava über fast 2000 km mit 21 Sprintprü­fungen und zwei Rundkursrennen in der CSSR. Von 88 gestarteten Teilnehmern wa­ren 60 ausgeschieden.

Dann mußten in der traditionell strapa­ziösen Rajd Polski, dem polnischen Wer­tungslauf in der EM-Fahrerwertung, 78 von 108 Konkurrenten die Waffen strecken, dar­unter auch Europameister Zasada auf Porsche 911 S. Nach 2620 Gesamtkilometern ein­schließlich 43 Sprintwertungen belegten Hornmel/Bork auf einem Gruppe-2-WARTBURG 353 den fünften Platz im Gesamtklassement und den Klassensieg, während bei den Se­rientourenwagen bis 1150 cm3 Culmbacher/Würfel den Klassensieg und Urban/Malsch Platz 2 herausfuhren. Außerdem kamen auf das Konto der WARTBURG-353-Werksequipe jeweils zweite Plätze in der Nationenwertung und bei den Fabrikmannschaften.

 


Auch zur Rallye 1000 Seen: Im finnischen EM‑Lauf über 1571 km (Titelbild), davon 479 km auf charakteristischen Sandstraßensprints, pla­zierten sich die AWE-Fahrer Hommel/Bark, Niebergall/Würfel und Culmbacher/Ernst auf WARTBURG 353 an zweiter und dritter Stelle bei den Spezialtourenwagen sowie als Dritte bei den Serientourenwagen der 1150-cm3- Hubraumklasse.

 

Bei der 6. Jugoslawien-Rallye (Bild unten) mit 2600 km Gesamtdistanz beendeten von 75 Star­tern nur 14 diesen EM-Lauf. Auf WARTBURG 353 erzielten die Werkteams Hommel/Bork, Culmbacher/Ernst und Urban/Malsch in die­ser Reihenfolge den 4., 6. und 7. Rang im Gesamtklassement, dabei den Klassensieg sowie die beiden anschließenden Plätze in der 1150-cm3-Gruppe-2-Klasse, den Sieg bei den Fabrikmannschaften und den Nationalmannschaftssieg.