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Zur Einführung von E10 - Veröffentlichung Aral-Pressedienst

Aral Forschung hat die Auswirkungen des steigenden Bioanteils untersucht – Autofahrer sollten sich rechtzeitig informieren, ob das Fahrzeug den neuen Kraftstoff verträgt – Im Zweifelsfall mit Schutzsorte auf Nummer sicher gehen

Umstellung für Autofahrer zum Jahreswechsel: Ab Januar können Tankstellen in Deutschland einen neuen Ottokraftstoff mit einem Bioethanolanteil von maximal zehn Prozent anbieten. Noch im ersten Quartal 2011 dürfte die Umstellung auf das so genannte E10 an fast allen Tankstellen abgeschlossen sein. Autofahrer sollten sich deshalb schon jetzt darauf einstellen, denn nicht jedes Fahrzeug ist für den Betrieb mit dem neuen Kraftstoff geeignet. Die Ingenieure der Aral Forschung haben in den vergangenen Jahren die Auswirkungen steigender Bioanteile im Kraftstoff untersucht und Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengetragen, mit denen Autofahrer auch mit dem neuen Kraftstoff auf Nummer sicher gehen.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Bislang existieren nur Schätzungen, nach denen mindestens 90 Prozent der in Deutschland zugelassenen Autos auf Deutschlands Straßen für Super E10 geeignet sind. Zu den Ausnahmen gehören häufig Fahrzeuge mit Benzin-Direkteinspritzung der ersten Generation. Neufahrzeuge sind dagegen in der Regel E10-tauglich. Ob der einzelne Fahrzeugtyp mit dem neuen Kraftstoff betrieben werden kann, erfahren Autofahrer ausschließlich bei den Herstellern oder im Internet bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (www.dat.de/E10).

Welche Schäden können entstehen?

Insbesondere in Mischungen mit Ottokraftstoff kann Ethanol bei Dichtungsmaterialien und Metallbauteilen im Kraftstoffsystem zu Schäden führen und Aluminium korrodieren lassen. Im Extremfall könnte sich auslaufender Kraftstoff an heißen Bauteilen wie Turbolader oder Auspuff entzünden und so das Fahrzeug in Brand setzen. Um dies zuverlässig zu vermeiden, empfiehlt Aral allen Autofahrern, sich rechtzeitig zu informieren, ob das eigene Fahrzeug E10 verträgt oder nicht.

 

Wie erkennt man E10 und wie verhält man sich bei einer Fehlbetankung?

Auch an den 2.500 Aral Tankstellen beginnt im nächsten Jahr die Umrüstung. Der neue Kraftstoff wird an den Zapfsäulen als 'Super 95 E10' gekennzeichnet und ist somit leicht von den anderen Kraftstoffsorten zu unterscheiden. Kommt es dennoch einmal zu einer Fehlbetankung, sollten Autofahrer das Fahrzeug nicht starten, sondern umgehend die nächste Fachwerkstatt informieren. Dort muss der falsch getankte Kraftstoff aus dem System entfernt werden.

Was ist die 'Schutzsorte'?

Um Schäden zu vermeiden, ist jede Tankstelle verpflichtet, mindestens einen Ottokraftstoff als so genannte Schutzsorte anzubieten, deren Bioanteil fünf Volumenprozent Ethanol nicht übersteigt. "Mit der Schutzsorte können falsche Betankungen und technische Schwierigkeiten zuverlässig vermieden werden", erklärt Dr. Dieter Walther von der Aral Forschung. Im zukünftigen Produktangebot wird diese Vorgabe unter anderem die Sorte 'Super 95' erfüllen. Bei Aral werden also alle Autofahrer auch künftig für jedes Fahrzeug den passenden Kraftstoff finden.

Was muss bei Oldtimern beachtet werden?

Unter älteren Fahrzeugen ist die Bioethanol-Unverträglichkeit besonders hoch. Entsprechend empfiehlt sich die Nachfrage beim Hersteller oder Händler. Lässt sich die Verträglichkeit nicht eindeutig klären, sollten Oldtimer-Besitzer auf die Schutzsorte zurückgreifen.

Verursacht Super E10 einen erhöhten Verbrauch?

Ethanol hat aufgrund seines höheren Sauerstoffanteils einen geringeren Energiegehalt als herkömmlicher Superkraftstoff. Das Mehr an Sauerstoff verbessert allerdings die Verbrennung und fängt so den niedrigeren Brennwert teilweise wieder auf. In Einzelfällen kann es aber im Vergleich zu Super mit fünf Prozent Bioethanol zu einem leichten Anstieg des Kraftstoffverbrauchs von bis zu zwei Prozent kommen.

 

Gelten die Tipps auch für Motorräder, Roller, Boote oder Rasenmäher?

Auch hier sollten sich Nutzer bei den Herstellern nach der Bioethanol-Verträglichkeit erkundigen. Ist das Fahrzeug oder das Arbeitsgerät Super E10-tauglich, bleibt alles beim Alten. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass kein Wasser in das Kraftstoffsystem gelangt. Anderenfalls droht Korrosion oder sogar ein Totalausfall des Aggregats. Deshalb sollten Motorräder oder Gartengeräte möglichst nicht im Regen stehen gelassen und stattdessen trocken gelagert werden.

 

www.aral.de

Titelfoto: Aral

Weitere Abbildung: Bundesministerium für Umwelt und Verkehr