Dornröschenschlaf (Signale 50-71)

Ich war auch erst ziemlich erschrocken, aber die Gegenstände stehen "mit etwas Sicherheitsabstand" zum Fahrzeug

Ein passives Mitglied berichtet

 

"Life is what's happening to you when you're busy making other plans." (JOHN LENNON)

(„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“)

 

Eigentlich wollte ich einen kleinen Beitrag für die "Signale" erst im Frühjahr 2013 schreiben, ..., weil ich erst mit Rentenbeginn Sommer 2013 meinen Wartburg wiederbeleben wollte

Eigentlich sollte es ein Artikel über den "311 Camping", über mich passives Mitglied und vor allem über die Überführung des Fahrzeugs von Jena nach Lauterbach werden.

Nun wollte ich diesen Artikel jetzt schreiben, ..., weil der Mitmieter der Garage in Jena verstarb und die Vermieterin die große Garage Januar 2012 komplett neu vermieten wollte.

Es kam aber wieder anders, ..., weil der Grundstücksnachbar der Vermieterin Hausrat in die Garage ausgelagert hat und der Umbau seines Hauses sich auf Frühjahr/Sommer 2012 verzögert.

In Lauterbach habe ich nun eine leere große nahe Garage und in Jena hat der, den Wartburg blockierende Nachbar, meine Garagenmiete übernommen.

Die zeitliche Unbestimmtheit ist damit recht groß. Nun also ein vielleicht 2012. Soweit die aktuelle Situation.

 

Mancher wird sich fragen, warum ich das Auto kaufte und danach mehr als ein Jahrzehnt einfach stehen lasse.

Ganz einfach. Einen alten DDR-Traum habe ich mir erfüllt, als ich "vorsorglich" den 311-Camping kaufte.

Schon immer praktisch denkend, war/ist ein Kombi das einzig sinnvolle Auto für mich.

Und für meine Augen ist der Camping einfach "schön" (weiß ist allerdings nicht meine Lieblingsfarbe).

Und ich wollte den mit den großen Rädern haben. Obwohl ich beabsichtigte, erst als (Früh-)Rentner den 311 zu fahren.

Statt mit 60 Jahren (Altersteilzeit klappte nicht) werde ich erst mit 63 die Zeit für den Camping haben. Ein bisschen verrückt, zugegeben, jedoch konsequent.

 

Was ich über meinen 311 weiß

 

Im Fahrzeugbrief TJ 061624 steht:

Wartburg 311/3

Erstzulassung 01. Juli 1957

Fahrgestell-Nr. 11107847

Letzter Vorbesitzer war Herr ULRICH LAHME (verstorben 2011) aus Kassel.

Seit Juli 1996 gehört das Fahrzeug mir.

Damals hatte ich den Wartburg von Kassel mit eigener Kraft nach Jena, meinen früheren Wohnort, gefahren, auch mal nach Dornburg.

Im Garagen-"Schlafplatz" Kühlwasser abgelassen, Batterie abgeklemmt, aufgebockt. Mehr nicht.

Bleiben aktuell vorsorglich die Fragen, die mich bewegen, um den 311 wieder zu bewegen.

1. Welche Standschäden sind typisch?

2. Was muss ich tun vor Wiederinbetriebnahme?

3. Was sollte man vielleicht zusätzlich machen?

4. Welches Grundwerkzeug/Gerät (z.B. Abzieher, Rampe) benötigt man?

5. Welche Ersatzteile (z.B. 6 V Glühbirnen, Sicherungen) mitführen?

6. Kann man alte Diagonalreifen weiterfahren?

 

Ich würde z.B.

- Hauptbremszylinder und Radbremszylinder ausbauen und überholen lassen

- Bremsflüssigkeit austauschen (welche nehmen?)

- Vergaser reinigen

- Benzin ablassen + erneuern (welches 2-Takt-Öl, welche Additive?)

 

Selbst zu schrauben am Wartburg, dies liegt bei mir drei Jahrzehnte zurück.

Was immer an Hauptsächlichkeiten vor einer Wiederinbetriebnahme erforderlich sein sollte, für diverse Hinweise bin ich sehr dankbar.

 

Bis später wieder.

 

/ Torsten Lucas