Pokalsieger (Signale 51-72)

Der Siegerpokal 2012

Dirk Flach schaut zurück auf 12 Jahre Techno-Classica

 

Es ist noch nicht lange her da haben der EDWFC und die Rheinländer ihren bisher größten Erfolg in der Geschichte der Techno Classica Clubjury gefeiert: den 1. Platz in der Clubstandbewertung.

Für mich ein Anlass zurückzublicken auf 12 Jahre Techno Classica, die ich mit beiden Vereine erlebt habe.

Angefangen hatte alles im Millennium Jahr 2000. Damals waren wir erstmalig unter den zehntbesten Clubpräsentationen. Unser Thema damals: „Wartburg Rallye Transafrica“. Ausgestellt wurde damals ein hellblauer Wartburg 311 Kombi  und ein Papp-Modell vom IFA S4000. (Der echte S4000 hätte einfach nicht in den Aufzug und durch das Hallentor gepasst!)Die Clubjury bewertete diesen Stand mit einem 10. Platz. Ein großer Erfolg für uns. Bis dahin hatten wir - in der Geschichte der Techno Classica - noch nie einen Pokal errungen. Es folgte im Jahr 2001  eine Art Mittlerer-Katastrophen-Stand  unter dem etwas frei übersetzten Motto „Der Wartburg, der aus der Trabbigarage flog“.

Eigentlich sollte es „Wartburg im Internet“ darstellen doch der damalige Verantwortliche hatte das Thema im völligen Alleingang vorbereitet und es dabei etwas missgestaltet.

2002 hatten wir dann eine „Wartburg-Panne„ mit einem rauchenden Wartburg 311 (unsrer Oma), Lars Büttners Wartburg 312 Camping auf einer Hebebühne und dem Wartburg 353 Tourist von Martin Völz, den er seiner rasanten VW Passat Dachreling wegen als „Genex-Wartburg“ ausgegeben hat.

Im Jahr 2003 haben wir uns Melkus zum Thema gesucht  eine „Melkus Erfinder-Werkstatt„ incl. dem damals noch unfertigem Melkus RS 1000 von Michael Bluhm und dem ansehnlichen Melkus RS 1000 von Christian Brose.

Wie immer war auch in diesem Jahr das Zuschauer-interesse riesig. Das später leider insolvente Rosso-Bianco-Museum wollte unseren Stand sogar als komplette Präsentation für ein Jahr ausleihen.

Es war jedoch erst das Jahr 2004 in dem uns der wirkliche Durchbruch gelang. Mit dem Thema „Crashtest“. Das war der  bisher mit Abstand beste Stand unter der Sonne! Zurecht bewertete die Clubstandjury diesen Stand als echten Hingucker und vergab viele Punkte.

Der im Frontalcrash zerstörte Wartburg 1.3 und der unzerstörte Trabant 1.1 waren beide hinreißend echt gestaltet. Zusätzlich zeigten wir das Video von der Entstehung der Ausstellungsobjekte und von echten Crashtests aus den frühen 1990er Jahren.

Das führte schließlich zu einer - bis dahin noch nie dagewesenen - Situation im Clubwettbewerb: Zwei Clubstände erreichten die gleiche Punktzahl. Im Losentscheid zogen wir jedoch leider den Kürzeren und wurden Zweiter. Aber wir hatten Blut geleckt…

Im folgenden Jahr 2005  belegten wir Rang 7 mit dem Thema „Verkehrsunfall im Rostocker Hafen“. Damals hatten wir einen Warburg 353 halbiert und ihn im angedeuteten Hafenbecken versinken lassen. Zur Rettung eilten die Barkas B 1000 Feuerwehr von Frank Schwardtmann und der Wartburg 353 MED von Dirk Eckhard Köhne hinzu.

2006 haben wird uns einen „IFA-Vertriebs-Laden“ gebaut. Unser Laden war - zugegebenermaßen etwas untypisch - angefüllt mit Fahrzeugen.

Mehrere MZ Motoräder und Simson-Vögel von Stephan Uske und Markus Risch sowie ein Trabbi befanden sich im Laden. Ein weiterer Trabbi stand parkend vor der Filiale.

Ansgar Glahses Wartburg 353 sowie Silvios MZ Gespann parkten ebenfalls davor. Dieser Stand schaffte es auf Rang 10 bei der Clubjury und wieder ein Pokal in der Vitrine der Vereine. Allerdings schlichen sich zunehmend Zweifel an der Platzierung ein.

Die beiden Vereine, die den Stand gemeinschaftlich vorbereitet und betreut hatten, wurden jeweils separat bewertet. Es gab somit keine Gesamtpunkte auf den Stand.

Im darauffolgenden Jahr 2007 war dann wieder ein Platz auf dem erweiterten Sieger-treppchen der unsrige. Am Ende der Bewertung ein 4.Platz. Unter dem Motto „Campingplatz Eingangkontrollstelle“. Ausgestellte Fahrzeuge damals der 353 W von Folke Brockmann und der 353 Kübel des AWE Museums.

In den folgenden Jahren 2008 und 2009 blieben wir ohne Pokal.

2008 weil die Punkte nicht richtig addiert worden waren. Unsere Mondstation hätte es bestimmt geschafft.

2009 weil das Thema des nachgebauten Messestandes von 1959 keiner der Clubjuroren erkannte.

Ich fand diese Stände auch total toll und super gelungen auch wenn sie eben nicht mit einem Pokal bedacht wurden.

2010 war es dann aber mal wieder soweit: Eine Platzierung mit Pokal und Preisgeld. Unser Thema der „DDR-Bauernhof“. Dieses Thema war mein Vorschlag auf der Jahreshauptversammlung des EDWFC in Bad Salzungen. Auch ohne Gulaschkanone, die wie Herr „Lächler“ behauptete ja unbedingt auf einem ostdeutschen Bauernhof gestanden haben müsse,  schafften wir es auf Platz 4. Ausgestellte Fahrzeuge waren der Wartburg 353 von Jürgen Wollhofer und ein EMW Eigenbau Traktor samt Hänger.

Damals habe ich gesagt, ich bin gespannt, ob wir dieses Klasse Leistung im folgenden Jahr überhaupt noch einmal toppen können. Und wir konnten!

2011 waren wir unter den Top 3 der Clubstände als Zweitplatzierter mit dem Thema „Baustelle Zitternde Maurerkelle“, die den 1000. Konsum baute.

Wir hatten es also geschafft den 4. Platz vom Vorjahr zu übertreffen. Das hatte ich eher für nicht möglich gehalten. Unsere Fahrzeuge 2011 waren der Wartburg 353 Wartburg Trans von Martin Völz, der Framo 901-2 von Bela Molnar und die IWL Roller von Thoralf Ehmke.

Unglaublich war es daher, dass wir diesem hervorragenden Ergebnis von 2011 noch einmal einen drauf setzen konnten.

In diesem Jahr erreichten wir Platz 1! Ganz ohne wenn und aber. Der beste Platz und das mit großem Abstand zum Zweitplatzierten. Das ist nun fraglos die beste Platzierung aller Zeiten für unsere beiden Vereine EDWFC und RWF & IFR.

Unser Thema:

„Wartburg-Ausgrabungsstätte in Ägypten“. Unser Motto hieß „Mumie mit Goldzahn“.   Für dieses Thema hatten wir folgende Fahrzeuge als Standdekoration: Den Wartburg 312 Camping von Olav Siegert und der Wartburg 1.3 von Folke Brockmann.

Zusammengefasst waren wir in 12 Jahren von 2000 bis 2012 acht Mal unter den Top 10. Allein davon noch weitere fünf Mal unter den Top 4. Das zeigt wie erfolgreich unsere Arbeit war.

Erfolgreich, weil alle mit angepackt haben. Weil alle Spaß hatten und weil wir nie wirklich auf einen Pokal geschielt haben. Letzteres ist sicher das tatsächliche Geheimnis unseres Erfolges. Noch höher hinaus geht nun nicht mehr. Aber wir können unseren Anspruch halten und weiterhin schöne Stände bauen. So für uns und zum Spaß.

Auch dann, wenn die eben nicht mit einem Pokal bedacht werden.

Das Thema für 2013 haben wir schon im Kopf. Was wir aber dafür noch brauchen ist jemand, der uns tatkräftig unterstützt. Die Vorarbeiten dazu müssen in Dornburg erfolgen. Hier fällt die Entscheidung über unser nächstes Thema.

Als Schlusswort und für die Arbeit im Vorfeld zur TC 2013 fällt mir ein Zitat ein von  Halford E. Luccock: „No one can whistle a symphony. It takes an orchestra to play it.“ - Niemand kann eine Sinfonie pfeifen. Es braucht ein Orchester, um sie zu spielen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Alles Gute und freue mich schon jetzt auf die nächste Techno Classica im Jahr 2013!

 

 

/ Euer Dirk Flach