O Du schöner Westerwald! (Signale 72-93)

EDWFC-Jahrestreffen vom 18.05. - 21.05.2018

EDWFC-Jahrestreffen vom 18.05. - 21.05.2018

Unser Titel geht auf das wohl bekannteste Marschlied der Deutschen Wehrmacht zurück. Selbst heute wird es in der französischen Fremdenlegion (und zwar auf deutsch!) gesunden und auch in der Bundeswehr gilt es noch immer als Marschlied, welches vor dem Anstimmen jedoch stets auf Einsetzbarkeit zu prüfen ist.

Der 1935 von Joseph Neuhäuser komponierte Marsch ist durch seine häufige Verwendung im II. Weltkrieg heute etwas angeschlagen, sein Inhalt hat indes nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. Vielmehr wird das bäuerliche Leben dieser, bis zu Beginn der 1960er Jahre blutarmen Gegend Deutschlands beschrieben.

 

Doch Schluss mit diesem Exkurs.

Die Liedzeile sollte ja auch nur der Einstieg für das folgende Thema sein:

Auf dem Jahrestreffen ist bekanntlich vor dem Jahrestreffen.

Auf unserem Jahrestreffen 2017 in Wernigerode haben wir uns natürlich mal Gedanken um das nächste Jahrestreffen gemacht. Da für manche die Fahrten an unser Ziel ziemlich lang sind, das Wochenende zu kurz und wir auch noch arbeiten müssen oder schulpflichtige Kinder haben, wurde angeregt, dass Jahrestreffen doch mit einem Brückentag oder ähnlichem zu verbinden. Für das Jahr 2018 wurde beschlossen, dass Pfingstwochenende zu nehmen.

Pfingsten ist in diesem Jahr vom 18. Mai bis 21.Mai.

Das Ziel wurde auch schon festgelegt: Es geht in den schönen Westerwald.

Ihr könnt sicher sein, dass es dort jede Menge zu sehen und erleben gibt und wunderschöne Strecken für Ausfahrten vorhanden sind.

Nicht umsonst findet hier die alljährliche Raiffeisen-Veteranenfahrt statt, von der in dieser Zeitschrift und schon wesentlich mehr als nur einmal die Rede war.

 

Nach den Kelten, den Germanen und den Franken fallen also in diesem Jahr die Wartburgfahrer in den Westerwald ein, der den Römern seinerzeit uneinnehmbar war und dadurch verwehrt geblieben ist.

Heute ist der Westerwald weniger für seine wehrhaftigkeit als vielmehr für seine schöne Landschaft, die saubere Luft und seine interessante Geschichte bekannt.

Für Samstag planen wir ein ganz außerordentliches Erlebnis.

Wir fahren ca. eine Stunde durch die wundervolle Mittelgebirgslandschaft bis nach Hachenburg und besichtigen dort die private Westerwaldbrauerei Schneider.

Die im Jahr 1861, vom damals erst 25jährigen Heinrich Schneider, gegründete Hachenburger Brauerei war eine der ersten deutschen Brauereien, die nach Pilsener Brauart braute. Zur Zeit ihrer Gründung gab es in der unmittelbaren Umgebung bereits 150 weitere Brauereien. Der Schritt in die Selbständigkeit war also ein Wagnis.

Das Brauwasser liefert bis heute die 1893 entdeckte Quelle im nahe gelegenen Rothbachtal, die für ihr sehr weiches Wasser bekannt ist.

In den 1990er Jahren wurde hier in Hachenburg auch eines der ersten Schwarzbiere Westdeutschlands gebraut.

Mittlerweile ist die Brauerei, die viel für die Heimatverbundenheit im Westerwald getan hat, mit einer Vielzahl Biersorten auf dem regionalen und internationalen Markt vertreten.

Wir haben für euch eine ca. drei Stunden dauernde Führung durch die Brauerei gebucht.

Während unserer Führung lernen wir alles wichtige über die Herstellung des edlen Gerstensaftes.

So eine Führung wäre jedoch nichts ohne eine zünftige Bier-Verkostung im Zwickelkeller und einer anschließenden deftigen Brau-Mahlzeit in der hauseigenen Restauration Schalander, bei der das oben erwähnte Schwarzbier als Zutat zu einem leckeren Gulasch serviert werden wird.

Außerdem bekommt jeder Teilnehmer ein Geschenk. Wenn das also nicht alles gute Gründe für eine Ausfahrt durch den Westerwald sind!

Anschließend können wir uns in Hachenburg noch ein wenig umsehen.

Die Stadt bietet unter anderem ein privates Cadillac-Museum und ein Landschaftsmuseum, in dem einige typische Häuser des Landstrichs wieder aufgebaut wurden und besichtigt werden könne. Außerdem läßt sich dort das letzte „Westerwälder Rind“ bestaunen. Eine Rasse, die leider bereits um 1930 ausgestorben ist, die aber in vielen ärmeren Regionen Deutschlands einstmals wichtigster Milch– und Fleischlieferant war.

 

Der Rest des Programms, wie auch der endgültige Zeitpunkt und der Ort der Jahreshauptversammlung stehen zur Zeit noch nicht fest und werden so bald wie möglich bekannt gegeben.

Wir arbeiten noch an den Details.

Es wäre toll, wenn wir zu diesem Treffen wieder eine große und fröhliche Runde begrüßen dürften.

Wer noch Vorschläge, Hinweise und/ oder Ideen zur Ausrichtung des Treffens hat, kann sich sehr gern bei uns melden.

 

Bitte meldet Euch rechtzeitig, damit wir Euch bei der Suche nach entsprechenden Unterkünften helfen können.

Wir treffen uns dieses Jahr in einer ländlichen Umgebung ohne große Hotels. Deshalb ist eine rechtzeitige Organisation der Unterkunft unerlässlich.

 

Also merkt Euch schon mal den Termin vor und bezieht ihn in Eure Planungen unbedingt mit ein.

Wir freuen uns sehr darauf, Euch unsere schöne Heimat zu zeigen.

 

Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit und gute Fahrt.