Alle Jahre wieder... (Signale 74-95)

Mitgliederversammlung des EDWFC e.V. 2019

Wegen vieler Terminüberschneidungen waren die Anmeldungen für das EDWFC-Jahrestreffen 2019 leider sehr gering. So gering, dass der Vorstand beschloss das Treffen kurzfristig abzusagen.

Das war sehr schade aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

 

Traditionell findet während des Jahrestreffens des Vereins auch stets die Mitglieder-Hauptversammlung statt. In diesem Jahr war sogar die Wahl des Vorstandes geplant.

Das Treffen konnte keinen neuen Termin mehr finden. Die Mitgliederversammlung schon. Und so trafen wir uns am 18.September 2019 im Restaurant Aphrodite.

Um kurz vor halb Sieben eröffnete Martin Völz, unser erster Vorsitzender, die Versammlung.

Satzungsgemäß wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt, bevor die Versammlungsleitung und der Protokollführer festgelegt wurden.

 

Danach berichtet Martin von unserer diesjährigen Teilnahme an der Techno Classica, die—Dank des attraktiven Themas Melkus RS 1000—einen wirklich regen Besucherzuspruch erhalten hat. Auch die Unterstützung durch die Firma Melkus wurde mit Dank und Lob erwähnt.

Über das entfallene Jahrestreffen wurde genau so berichtet, wie über die Clubzeitschrift, welche 2018 nur 2x und 2019 gar nicht erscheinen konnte.

Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass die bisherigen vier Ausgaben pro Kalenderjahr kein Dogma sind und den Möglichkeiten und Bedarf angepasst werden können.

Nach dem Kassenbericht des Kassenwarts Ansgar Glahse berichtete Dirk Köhne über ein Schreiben der GEZ an den Verein. Hierin fordert die „Gebühreneinzugszentrale“ die regelmäßige Zahlung von Rundfunk–, Fernsehgeräten und PCs durch den Verein.

Es herrschte allgemeine Einigkeit in dem Punkt, dass diese Forderung für uns nicht relevant ist, da der EDWFC keinerlei vereinseigene Geräte betreibt. In diesem Sinne wird Dirk Köhne der GEZ antworten.

 

Im weiteren Versammlungsverlauf wurden die rückläufigen Mitgliederzahlen besprochen.

Später wird der gesamte Vorstand entlastet und die Wahl eines neuen Vorstandes gemäß Satzung durchgeführt.

Die Vorschläge der Versammlungsteilnehmer laufen auf eine erneute Besetzung des Vereinsvorstandes mit den vormaligen Amtsinhabern hinaus. Die anschließenden Wahlen bestätigen Martin Völz als Ersten Vorsitzenden, Dirk Ekkhard Köhne , als zweiten Vorsitzenden und Ansgar Glahse als Kassenwart.

Abseits dieser bürokratischen Auflagen der Satzung und des Vereinsrechts bestand der interessante Teil dieser Versammlung in der regen Diskussion über die Zukunft, gar den Fortbestand des Vereins.

In seiner fast 30-jährigen Geschichte erlebte der EDWFC manche Höhen und Tiefen. Vor vielen Jahren in Berlin gab es bereits einmal eine Hauptversammlung in der die Auflösung des Vereins zur Debatte stand.

In diesem Jahr also wieder. Was sind die Gründe?

 

Die persönlichen Situationen langjähriger Aktiver haben sich, aus vielfältigen Gründen und  oftmals eben auch zum Nachteil des Vereins, geändert.

Neue Mitglieder stoßen kaum noch hinzu. Vor allem jüngere Mitglieder, die mit ihrer Energie neue Impulse geben könnten, fehlen vollständig. Hier ist bereits absehbar, dass auch unseren Vereinen der Ostfahrzeugszene das gleiche Schicksal droht, wie anderen, älteren Oldtimerclubs zuvor. Das Interesse der Szeneeinsteiger gilt überwiegend jenen Fahrzeugtypen, die wir noch fast als Neuwagen betrachten. Davon können Vereine für Vorkriegsfahrzeuge schon lange ein Lied singen…

Hinzu kam, dass die Clubzeitschrift über ein Jahr nicht mehr erscheinen konnte.

Berufliche Belastung und gesundheitliche Disposition des einzigen Redaktionsmitglieds, Stephan Uske, haben zu dieser unerfreulichen Situation geführt.

 

Heiß diskutiert wurde darüber, ob so eine Papierzeitung überhaupt noch zeitgemäß ist. Die erstaunliche Antwort dieser Diskussion war ein klares Ja.

Ein physisch greifbarer „Gegenwert“ für den Mitgliedsbeitrag wird als positiv wahrgenommen.

Eine nicht minder angeregte Diskussion entspann sich um die Teilnahme an der Techno Classica. Das Argument des übergroßen Aufwandes für immer weniger Aktive, führte trotzdem zu der klaren Erkenntnis, dass die TC noch immer eines der Highlights des Vereinslebens darstellt. Die im Raum stehende, zeitweise oder endgültige, Einstellung des EDWFC-Engagements an dieser Veranstaltung wurde letztlich abgewiesen.

Der EDWFC bewirbt sich auch 2020 wieder für einen Stand. Ein Thema und Freiwillige sind bereits verfügbar.

Stephan Uske hat sich bereit erklärt, den EDWFC wieder bei der SIHA anzumelden. Dirk Ekkhard Köhne und Heiko Winkler übernehmen die Koordination und Vorbereitung der Messeteilnahme des Vereins für 2020.

Auch die Homepage des EDWFC und der Wartburg-Signale wurde diskutiert.

Die verwendete Software wurde seitens der Entwickler abgekündigt und erhebliche Aufwendungen zur Aktualisierung stehen ins Haus.

Wie groß dieser Aufwand sein wird und welche Auswirkung das Support-Ende der Entwickler für uns haben könnten, war Gegenstand der Gespräche.

 

Klar ist, dass etwas passieren muss.

Unklar war jedoch, ob eine Homepage noch immer ein Muss für den Verein ist. Für wen ist so ein Internetauftritt ein Gewinn? Oder kann die bestehende Homerpage ohne weitere Änderungen für die nächsten Jahre bestehen bleiben?

 

Die eindeutige Antwort auf all diese Fragen ist ein klares Nein.

Eine Homepage ist noch immer eine Möglichkeit der Kommunikation mit anderen Interessenten, etc.. Sie ist darauf angewiesen, permanent aktuell gehalten zu werden, da sie sonst im Nirwana irgendwelcher Suchmaschinen-Algorithmen verschwinden würde.

Das bedingt aber auch einen fortlaufenden Entwicklersupport, da nur so die Sicherheit vor Virenangriffen gegeben ist.

Demzufolge müssen, wollen und werden wir eine Lösung zum Fortbestand der bestehenden Homepage finden. Ideen dazu liegen bereits vor.

Letztendlich wurde weder die Auflösung des EDWFC, noch der Rückzug aus irgendeinem der wichtigen Projekte des Vereins durch die Versammlung beschlossen.

 

Darüber hinaus wurde beschlossen, das nächste Jahrestreffen des Ersten Deutschen Wartburgfahrer Club an Pfingsten 2020 in Essen durchzuführen.

Insgesamt bot der Abend eine sehr offene und doch faire Diskussion zu aktuellen Problemen unseres Vereins.

Diese Kultur des sachlichen Gesprächs und der inhaltsfokussierten Diskussion um Streitthemen, die niemals unter der Gürtellinie stattfinden, macht den Verein EDWFC e.V. so wertvoll und auch unverzichtbar. Soweit jedenfalls meine persönliche Meinung.