Wartburg-Typen ab 1955

Als die Fahrzeugfabrik Eisenach am 03. Dezember 1896 gegründet wurde war sie, nach Daimler und Benz, der dritte Automobilhersteller in Deutschland.
Bereits die ersten beiden Fahrzeugtypen erhielten den stolzen Namen Wartburg, nach der gleichnamigen Burg über Eisenach.
Das erste KFZ-Kennzeichen Deutschlands prangte ebenfalls an einem Wartburg und als BMW ab 1928 das Werrk übernahm und sich damit eine funktionierende Automobilfabrikation erkaufte, trug ein Sportfahrzeug wieder den stolzen Namen Wartburg.

Fast 30 Jahre und einen verheerenden Krieg später wurde der traditionsreiche Name wieder aufgegriffen. Der als EMW 311 entwickelte Pkw rollte als Wartburg zu den Käufern.

Am 10. April 1991 verließ nach dem Wartburg 311, dem Wartburg 311-1000, dem Wartburg 312, dem Wartburg 353 und 353W der Wartburg 1.3 als letztes Fahrzeug das Band des Werkes.
Eine Ära ging damit zu Ende. Doch heute gibt es überall in Deutschland und in vielen Ländern Europas Freunde, Restauratoren und Fans dieser robusten und sehr praktischen Fahrzeuge.

Wir sind heute zu Recht stolz darauf, dass mit dem Produktionsende noch lange nicht das Ende aller Wartburg eingetreten ist.
Heute sind historischen Fahrzeuge zum Glück ungeeignet für Spekulanten, aber sie sind schon lange dem Image des ungeliebten "ostzonalen Schrotts" (ein Originalzitat) heruasgewachsen. Dank allen Fans und auch den Clubs, in denen sich viele Wartburg-Fahrer und Freunde versammelt haben. So unter anderem auch seit 1992 im EDWFC, dem Ersten Deutschen Wartburg Fahrer Club.

Auf den folgenden Seiten stellen wir die wichtigsten Modellreihen der Nachkriegsgeschichte kurz vor.

Gesamtproduktion nach 1945

Welche Wartburg-Modelle gab es, wie viele wurden gebaut und wie sahen sie aus? Auf diese Fragen wollen wir mit den folgenden Seiten eine Antwort geben.