Der Ursprung der Eisenacher Fahrzeugproduktion

BMW 327

Am 3.Dezember 1896 wurde die Fahrzeugfabrik Eisenach (FFE) gegründet. Sie war nach Daimler und Benz der dritte Automobilhersteller in Deutschland. Das junge Unternehmen stellte noch vor dem Ende des 19. Jahrhunderts den ersten Wartburg-Motorwagen vor. Dabei handelte es sich um die Lizenz-Produktion des erfolgreichen Decauville-Kutschierwagens aus Frankreich. Heute weiß kaum noch jemand, daß das erste Tanklastauto in Deiutschland ein "Wartburg" war. Später trugen Eisenacher Automobile den klangvollen Namen "Dixi" und ab 1928 "BMW". Alle Automobile des "bayrischen Herstellers stammten vor dem Krieg aus Eisenach. Eine Ausnahme bildeten da nur die Rennsportwagen, die in München bzw. Italien gebaut wurden. Nach dem II. Weltkrieg und der daraus resultierenden Teilung Deutschlands startete BMW Eisenach schon 1945 wieder mit der Fahrzeugproduktion. Allerdings musste man sich den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Zeit entsprechend auf Handwagen beschränken. Ab dem 13.Oktober 1945 durften in Eisenach aber wieder Automobile gebaut werden. Der erste Wagen hieß BMW 321. Außerdem wurde die BMW R35 in Eisenach wieder montiert. Die erste eigenständige Neuentwicklung nach dem Krieg war der 1948 vorgestellte BMW 340. Der 340 stellte eine Weiterentwicklung des BMW 326 dar. Nach verlorenem Streit musste BMW Eisenach sich und seine Autos umbenennen. Die Rechte am Namen BMW waren der ehemaligen Münchner Zentrale zugesprochen worden. Fortan hießen die Autos EMW 340 (Eisenacher Motorenwerke). Aber auch der neue Name und das Firmenlogo erregten Anstoß bei Daimler Benz und BMW. Ab 1953 wurde die Produktion des Zwickauer IFA F9 nach Eisenach verlegt.

Produktionszahlen BMW/EMW 327 und 340