Der IFA F9 (Typ 309)

1940 wollte der Zwickauer Auto-Union-Betrieb DKW sein neuestes Modell, den Kleinwagen DKW F9 vorstellen. Aber, wie fast die gesamte Industrie des Dritten Reichs, so musste auch DKW die Produktion für den privaten Markt abbrechen und für die Rüstung produzieren. Erst 1948 tauchte der F9 dann wieder auf der Leipziger Frühjahrsmesse wieder auf.

Er wurde vielbeachtet und hochgelobt und war so interessant, daß er -Jahre später- auch in der Bundesrepublik produziert wurde. Hier nannte er sich übrigens DKW 3=6 und war für viele das erste eigene Auto. Der IFA DKW F9 fuhr ab 1950 auf den Straßen der DDR und fand auch seinen Weg in andere Länder. Für über 13.000 Mark war er in den harten Nachkriegsjahren ein teurer Traum. Die Karossen schneiderte das Zwickauer Horch-Werk und Audi montierte den Wagen bis 1953. Dann wurde die Produktion komplett nach Eisenach verlegt, denn in Zwickau wollte man sich ganz auf die Produktion des neuen DDR-Kleinwagens IFA P70 und später des Trabant P50 konzentrieren. Der F9 rollte in der DDR in vier verschiedenen Karosserien:

  • Limousine (zweitürig)
  • Kombiwagen (dreitürig)
  • Cabrio-Limousine (großes Faltdach)
  • Cabriolet

Die Cabrio-Limousine war mit 15.000 Mark Verkaufspreis der teuerste Ableger der F9-Familie. Selbst das Cabriolet war fast 1000 Mark billiger. Ab 1953 wurde die Produktion des Zwickauer IFA F9 nach Eisenach verlegt. Hier wurde er als Typ 309 eingereiht. Er bekam größere Scheiben und viele andere Veränderungen, die aber zum Teil bereits in Sachsen angedacht worden waren.. Der nun kräftigere Motor zog den F9 in bis zu 7 verschiedenen Karosserievarianten durch die DDR. Unter anderem kam nun noch dazu:

  • Einsatzwagen (Kübelwagen)
  • Transporter (Pickup)

Die, in Zwickau übliche, Knüppelschaltung wurde in Eisenach gegen eine Lenkradschaltung erstezt. Insgesamt sind in Eisenach noch einmal 39.000 F9 produziert worden. Unsere Grafik läßt die Zwickauer F9 ( knapp 2000 Stück) außer acht.

 

Produktionszahlen IFA F9

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